Betreuungsbereich

Die Mitarbeiter unserer Teams kommen aus verschiedenen Berufen des Gesundheitswesens. Wir stehen unseren Klienten täglich 24 Stunden, in Form von Tag- und Nachtdienst, als Ansprechpartner zur Verfügung.

 


1.

Aufgabenfeld

1.1 Lebenspraktisches Training
Unterstützung und Anleitung bei folgenden Kriterien:
 
o
o
o
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  Hygiene
Hauswirtschaft
Terminvereinbarungen
Alltagsgestaltung
1.2 Medizinische Versorgung
Vor- und Nachbereitung ärztlicher Visiten
Medikamentenverwaltung und -vergabe
Ausführung ärztlicher Verordnungen
regelmäßige Durchführung von Alkoholkontrollen und Drogenscreenings
Arztfahrten
1.3 Gruppenangebote
Freizeitgruppe
kognitives Training
Wohngruppengespräche
1.4 Freizeitgestaltung
Sport
kulturelle Veranstaltungen
jahreszeitlich ausgerichtete Feste und Feiern
Einkaufsfahrten
Ausflüge
1.5 Unterstützung bei Aussenkontakten


Der Erhalt und Aufbau tragfähiger Außenkontakte ist uns von Beginn der Therapie an wichtig. Diese sollen die Klienten in ihrem Therapieverlauf unterstützen und nach erfolgreicher Beendigung als ein Teil des sozialen Netzes dienen.
1.6 Krisenintervention

 

Bei auftretenden Krisen steht das Betreuungsteam jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Können Krisen in therapiefreien Zeiten nicht ausreichend ausgelenkt werden, kommt es zur Kontaktvermittlung mit den anderen Fachdiensten der Einrichtung, sowie den entsprechenden Fachärzten bzw. Kliniken.
2.

Wohngruppen

  Der Betreuungsbereich ist in zwei Teams unterteilt. Diese betreuen jeweils drei Wohngruppen im Haus sowie eine Außenwohngruppe.
Die Kapazität einer Wohngruppe umfasst 7 bis 12 Plätze. Jeder Gruppe steht ein eigener Speiseraum mit Küchenzeile zur Verfügung.
3.

Therapiephasen

 

Um die therapeutischen Maßnahmen der jeweiligen Problematik unserer Klienten anzupassen, besteht die
Therapieform unserer Einrichtung aus vier Phasen.

Anhand eines individuellen Therapieplans, der auf Basis der Fähigkeiten und Möglichkeiten des Klienten
erstellt wird, können therapeutische Schwerpunkte erarbeitet, umgesetzt und reflektiert werden.

  Eingewöhnungsphase
 

Um jedem neuen Klienten den Therapiebeginn zu erleichtern, wird ihm aus dem Betreuungsteam eine
Bezugsperson zur Seite gestellt.

Für das Zusammenleben in der Gemeinschaft ist es wichtig, die nötige Sozialkompetenz zu entwickeln. Hierfür erwarten wir gegenseitige Rücksichtnahme und die Übernahme von Tätigkeiten für die Gemeinschaft.
Die regelmäßige Teilnahme am Therapieprogramm ist wichtig für die Integration.

Um eine Grundlage für die psychische und physische Stabilität zu erlangen, legen wir den Schwerpunkt auf das Heranführen an eine sinnvolle und suchtmittelfreie Tagesstruktur.

Ein eventuell verloren gegangenes Bewusstsein für Ordnung, Sauberkeit und Hygiene, soll durch gezielte Anleitung wiedererlangt werden. Im Rahmen der medizinischen Versorgung, unterstützen wir die Klienten bei der Kontaktaufnahme mit den behandelnden Ärzten und bei der Einnahme von verordneten Medikamenten.

  Orientierungsphase
 

In dieser Phase wird der Bezug zu den anderen Klienten und dem Personal gefestigt sowie das Vertrauensverhältnis vertieft. Dies ermöglicht auch, persönliche Themen anzusprechen und Verhaltensweisen zu reflektieren.

Um die Motivation zur Abstinenz zu erlangen, ist das Verständnis für die Erkrankung und das Auseinandersetzen mit der eigenen Lebenssituation notwendig.

Die lebenspraktischen Fähigkeiten werden durch individuelle Angebote gefördert und gemeinsam mit dem
Personal reflektiert. Darüber hinaus wird an ein sinnvolles Freizeitverhalten herangeführt und gemeinsam
neue Zukunftsperspektiven entwickelt.

  Stabilisierungsphase
 

Hier werden die erlernten lebenspraktischen Fähigkeiten intensiviert und die Anforderungen erhöht. Ein weiteres Ziel ist es, die psychische Stabilität auszubauen und die Abstinenz zu manifestieren. Dazu gehört der Aufbau von Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl als Voraussetzung für die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit.

Durch die Übernahme von mehr Verantwortung für das gemeinsame und eigene Tun und Handeln erhöht sich auch die Sozialkompetenz. Hier legen wir großen Wert auf vermehrte Eigeninitiative und Kommunikation.

Im Zuge von vermehrter Selbstreflexion lernen die Klienten, die eigenen Stärken und Schwächen besser zu differenzieren. Dies befähigt sie, Konflikten leichter entgegenzutreten und lösungsorientiert zu handeln.

  Wiedereingliederungsphase
 

Um sich gezielt auf ein Leben außerhalb der Einrichtung vorzubereiten, leben die Klienten in dieser Phase in einer der Außenwohngruppen.

Diese Wohngruppen sind keine eigenständigen Einrichtungen, sondern im Gesamtverbund mit dem
Therapiezentrum zu sehen. Diesbezüglich behält das Therapiekonzept auch in den Außenwohngruppen seine Gültigkeit.

Hierbei handelt es sich um zwei Wohnhäuser mit Garten in zentraler Lage der Stadt Waldkraiburg mit
Ein- und Zweibettzimmern. Die Außenwohngruppen bieten Platz für jeweils 8 Personen, welche an den Werktagen morgens vom Betreuungsteam ins Therapiezentrum gefahren werden, um am Therapieprogramm teilzunehmen.

Eine realistische Alltagsbewältigung soll erreicht werden, indem die Klienten alle in den Außenwohngruppen anfallenden Aufgaben wie Kochen, Haus-, Garten- und Wäschepflege gemeinsam erledigen. Die Klienten legen in einer wöchentlich stattfindenden Besprechung die Verantwortung für die anfallenden Aufgaben fest. Für den Zeitraum einer Woche steht den Gruppen jeweils ein festgelegtes Haushaltsbudget zur Verfügung. Bei Bedarf erfolgt eine gezielte Unterstützung durch das Personal.

Die Klienten haben die Möglichkeit, ihre bereits entwickelten Fähigkeiten für ein eigenständiges Leben in betreuungsfreien Zeiten zu erproben. Bei auftretenden Krisen steht das Personal vom Therapiezentrum zu jeder Zeit zur Verfügung.

Durch die Anreize, welche das Leben in der Stadt mit sich bringt, können die Klienten ihre Abstinenzfähigkeit festigen. Die Medikamentenverwaltung und -einnahme fällt vermehrt in ihre Eigenverantwortung. Ebenso wird auf eine eigenständige und sinnvolle Freizeitgestaltung Wert gelegt.

Die entwickelten Zukunftsperspektiven werden durch eine gezielte Außenorientierung praktisch umgesetzt. Diese beinhaltet das Angebot von Selbsthilfegruppen, Tageszentrum, Beratungsstellen, verschiedene Vereine sowie die Orientierung auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt.

 

Zur Schreinerei

Schreinerei-Christ im Therapiezentrum